Archiv:
2004 - Starkenburg/Mosel ... Moselurlaub
zwischen Moseltal und Hunsrückhöhen
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28-11-2004 -
(Quelle: Trierischer
Volksfreund)
Ein Mann der leisen Töne
STARKENBURG. Ein nicht alltägliches Jubiläum
feiert dieser Tage Dieter Hanß aus Enkirch. Seit
50 Jahren spielt er die Orgel in der Starkenburger Kirche.
Begonnen hat er als 14-Jähriger.
(Von WINFRIED SIMON)
"Schreiben Sie nicht
so viel, ich spiele ja nicht besonders gut." Dieter
Hanß ist es fast schon peinlich, dass sich plötzlich
die Zeitung für ihn interessiert. Seit 50 Jahren
ist der 64-Jährige Organist in Starkenburg - ein
Jubiläum, dass, wie wir meinen, mit mehr als ein
paar Zeilen in der Tageszeitung erwähnt werden sollte.
"Dieter Hanß ist ein ruhiger, besonnener, zurückhaltender
und bescheidener Mensch, der nicht nur an der Orgel die
leisen Töne liebt." So heißt es im aktuellen
evangelischen Gemeindebrief Enkirch-Starkenburg. Aufhebens
machen um seine Person, das mag er nicht.
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Dieter Hanß an "seiner"
Stummorgel in der Starkenburger Kirche. Unzählige
Stunden verbrachte er in den vergangenen 50 Jahren an
dem Instrument.Foto: Winfried Simon |
| Mächtig
aufgeregt vor dem ersten Choral
Und wenn ihm am morgigen Sonntag im Gottesdienst
und beim anschließenden Umtrunk gedankt wird,
freut er sich zwar, aber so richtig wichtig ist ihm
das nicht.
Es war Ostern 1954, als er zum ersten Mal ganz offiziell
den Gottesdienst an der Orgel begleitete. 14 Jahre war
er damals erst alt - und natürlich mächtig
aufgeregt. Wochenlang hatte er den schönen Choral
"Lobe den Herrn" geübt. Immer und immer
wieder die Melodie und den eingängigen Rhythmus
auf der kleinen aber feinen Stummorgel gespielt. Und
weil es auf Anhieb so gut klappte, blieb er dabei. Die
Starkenburger hatten endlich auf Dauer wieder einen
Organisten.
Hanß stammt aus einer musikalischen Familie. Sein
Vater, ein guter Sänger, war viele Jahre Vorsitzender
des Gesangvereins Starkenburg, und seine Mutter sorgte
dafür, dass bereits in den 30er Jahren ein Klavier
ins Haus kam. Dieter Hanß und seine Geschwister
Werner und Adele lernten das Klavierspiel. Dieter Hanß,
der Jüngste der drei, erhielt zusätzlich eine
kurze Ausbildung an der Orgel beim damaligen Kirchenmusikdirektor
Kurig aus Traben-Trarbach.
In all den Jahren spielte Hanß in Starkenburg
Sonntag für Sonntag die Orgel, dabei hat er - außer
in der Urlaubszeit - so gut wie nie gefehlt. "Ich
glaube, zwei oder drei Mal konnte ich nicht, weil ich
erkrankt war", sagt Hanß.
Er hat noch erlebt, dass der Blasebalg der Orgel manuell
vom Küster mit Fußtritten betätigt wurde.
Mitte der 60er Jahre wurde der Blasebalg "elektrifiziert".
Wohlweislich bestand das Presbyterium aber darauf, den
alten Mechanismus nicht auszubauen. Und so kam es, dass
mitten während eines Gottesdienstes an einem heißen
Sommertag ein Gewitter niederging und der Strom ausfiel.
Dieter Hanß winkte einen jungen Mann von der Empore
an die Orgel, der dann kräftig mit den Füßen
den Blasebalg bearbeitete.
Am liebsten spielt Dieter Hanß Choräle. "Es
sind uralte Lieder mit einem ganz besonderen Rhythmus.
Da ist einfach Musik drin. Da kann man alle Schlager
und Pop-Lieder vergessen", sagt er.
Die größte Freude bereiten ihm die Gottesdienstbesucher,
wenn sie kräftig mitsingen. Hanß versteht
sich nicht als Solist, sondern als Begleiter der singenden
Gemeinde. "Orgelspiel zusammen mit schönem
Gesang, das ist für mich wie Honig mit Brot."Trotz
seiner Erfahrung ist Hanß auch heute noch gelegentlich
aufgeregt. Zum Beispiel, wenn an Weihnachten der Ablauf
der Gottesdienste anders ist und höchste Konzentration
gefordert ist. "Früher", sagt Hanß,
"früher habe ich davor schon mal einen Schoppen
Wein getrunken. Aber das mache ich nicht mehr. Man kann
sich ansonsten nicht mehr hundertprozentig konzentrieren."
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29-09-2004 -
(Quelle: Trierischer
Volksfreund)
Tanz, Gesang und Dorfgeschichten
STARKENBURG. (mm) Vergnügliche Unterhaltung und allerhand
Wissenswertes aus dem Dorf und über den Wein waren
beim Starkenburger Moselabend, zu dem der Heimat- und
Verkehrsverein eingeladen hatte, Trumpf.
Mitgestaltet wurde der Abend von dem Gesangverein Starkenburg,
einigen Starkenburger Bürgern, von den Weinhoheiten
aus Enkirch, der Bambini-Garde der KG und dem Mandolinenorchester
sowie dem Männerquartett "Nimm 4" aus Traben-Trarbach.
Nach dem musikalischen Auftakt des Mandolinenorchesters
begrüßte die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins,
Petra Gehrke, die zahlreichen Besucher. Ihr besonderer
Gruß galt dem Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins
Starkenburg, Herbert Hoch, Ortsbürgermeister Heinz
Wagner und dem Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins
Enkirch, Karl-Heinz Weisgerber. |

Weinkönigin Anne, Weinprinzessin
Sabrina und die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins,
Petra Gehrke, trugen zum guten Gelingen des Abends bei.
Foto: Margot Melsheimer |
Danach ging es Schlag auf Schlag
weiter in dem über drei Stunden dauernden abwechslungsreichen
Programm. Es wurde vom Mandolinenorchester fortgesetzt
mit Walzer- und Polkamelodien sowie Weinliedern. Mit dem
flotten Piratentanz "Santinas wilde Piratentöchter"
erfreute die Bambini-Garde das Publikum, und der Gesangverein
Starkenburg brachte die Liedvorträge "Guten
Abend, gute Nacht", "Wolkenbilder" und
"Glocken der Heimat" zu Gehör.
Weinkönigin Anne und Weinprinzessin Sabrina unterhielten
mit allerlei Wissenswertem über den Wein die Zuhörer.
Der 2. Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Jürgen
Spier, der seit Jahren mit seinen informativen Vorträgen
allerlei über Sitten und Bräuche in Starkenburg
zu erzählen wusste, nahm in diesem Jahr das Brauchtum
"Rund um den Hahne im Weinberg" unter die Lupe.
Ernst Schneider berichtete über das Leben und Wirken
von Gräfin Loretta von Sponheim. Ganz nach dem Geschmack
des Publikums waren die Auftritte des Männerquartetts
"Nimm 4" in der Besetzung Horst Steffen, Bass,
Joachim Rörich, Bariton, Jörg Schütz und
Bernhard Rörich, Tenor. Lange anhaltender Applaus
war der Dank des Publikums. Die gewünschte Zugabe
wurde mit "Mathilda" erfüllt. Mit bekannten
Wein- und Moselliedern beschloss das Mandolinenorchester
den Moselabend.
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09-07-2004 - (Quelle:
Trierischer
Volksfreund)
Schieferabbau ist fast vergessen
STARKENBURG. Heimat- und Verkehrsvereine kümmern
sich um die Dorfverschönerung, um Wanderwege und
Ruheplätze. In Starkenburg geht man noch ein Stück
weiter: Der Verein hat ein Buch herausgebracht. Es beschreibt
die Geschichte der "Gondenau", wo jahrhundertelang
Erz und Schiefer abgebaut wurden. (Von
WINFRIED SIMON)
Als sich vor fünf Jahren auf Anregung von Jürgen
Spier ein Arbeitskreis für Heimatkunde im Heimat-
und Verkehrsverein Starkenburg gründete, war es das
wichtigste Ziel, eine umfassende Ortschronik zu erstellen.
Die Chronik ist noch nicht fertig, dafür ist aber,
sozusagen als Nebenprodukt, ein Buch über den Schiefer-
und Erzabbau im Starkenburgerwald, der Gondenau, entstanden.
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Haben das Projekt ermöglicht:
(v. links) Michael Scheuer, Gisela Schellen, Horst Faust
und Jürgen Spier.
Foto: Winfried Simon |
Im wesentlichen zu verdanken ist diese Arbeit dem ehemaligen
Realschullehrer Horst Faust, der in detektivischer Kleinarbeit
diesen Teil der Starkenburger Geschichte erforschte. Ihm
zur Seite stand Gisela Scheller, die die Texte redigierte
und "verfeinerte". Faust sprach mit Zeitzeugen,
recherchierte beim Bergamt Koblenz, im Landeshauptarchiv
Koblenz und erhielt viele Tipps von der Gemeinschaft Altbergbau
Trier. Dritter im Bunde,der viel Zeit für das Buch
opferte, ist Michael Scheuer, der Kommunikationsdesign
in Trier studiert. Er brachte die Manuskripte in Druckform
und kümmerte sich um die Gestaltung des 80 Seiten
umfassenden Büchleins.
Das Thema ist es wert, so gewürdigt zu werden. 13
Stollen sind im Gondenauer Wald bekannt, bei dreien sind
die Eingänge noch sichtbar. Teilweise bis zu 150
Meter trieben die Menschen in frühen Jahrhunderten
mit einfachsten Werkzeugen Gänge in den Berg, um
den begehrten Schieferstein zu brechen. Es war zeitweise
eine "kleine Industrie", die den Schiefer- und
Erzabbau betrieb. Steiger, Häuer und Spalter waren
beschäftigt, erst 1949 wurde in der Gondenau die
letzte Schiefergrube geschlossen.
Bergmannsausdrücke und was sie bedeuten
Das Buch gibt umfassend Auskunft über die Geschichte
des Bergbaus in Starkenburg, über die Gewinnung
des Rohschiefers und dessen Verarbeitung und Vermarktung.
Horst Faust beschreibt ausführlich die napoleonische
und preußische Zeit. In einem Anhang erläutert
Faust Bergmannsausdrücke, gibt Auskunft über
Maße und Gewichte im Bergbau, über die Löhne,
und was man damit kaufen konnte.
Das Buch "Die Gondenau" ist zum Preis von
6,90 Euro erhältlich in den örtlichen Buchhandlungen
in Enkirch, Traben-Trarbach und Zell sowie direkt beim
Heimat- und Verkehrsverein Starkenburg, Jürgen
Spier, Telefon 06541/3978.
zur Online-Bestellung
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07-06-2004 -
(Quelle: Trierischer
Volksfreund)
Bunter Melodienstrauß
STARKENBURG. (mm) Der
Gesangverein Starkenburg feierte mit
drei Konzerten sein 125-jähriges Bestehen.
Ein Frühlingskonzert im April, zusammen mit dem MGV
"l845-Frohsinn Enkirch", war der gelungene Auftakt
zum Jubiläumsjahr. Am Wochenende folgten die anderen
beiden Jubiläumskonzerte.
In einem Festzelt wurde anschließend das Jubiläum
zünftig gefeiert.
Als sich am 18. Januar l879 einige sangesfreudige Männer
im kleinen Dörfchen Starkenburg zusammenfanden, um
den damaligen Männergesangverein zu gründen,
haben sie bestimmt nicht daran gedacht, dass dieser Chor
mehr als 125 Jahre bestehen würde.
Ein besonderer Einschnitt war mangels Männerstimmen
l972 die Umdeklarierung in einen gemischten Chor.
Zahlreiche Glückwünsche konnte der Jubiläumschor
zu seinem
125-jährigen Bestehen in Empfang nehmen.
Erster Gratulant war der Kreisbeigeordnete Alexander Licht,
der in Vertretung von Landrätin Beate Läsch-Weber
gekommen war. "Seit mehr als zwölf Jahrzehnten
ist der Gesangverein Starkenburg eine feste Größe,
die aus dem Dorfgemeinschafts- und Kulturleben nicht mehr
wegzudenken ist", hob Licht hervor.
Bürgermeister Ulrich K. Weisgerber übermittelte
die Glückwünsche der Verbandsgemeinde. Er sprach
den Wunsch aus, dass auch der Chor in Zukunft ein wertvoller
Bestandteil des kulturellen Geschehens in der Gemeinde
Starkenburg und in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach
bleiben wird. |

Die geehrten Sänger Ludwig
Hoffmann (links) und Heinz Wagner mit der neuen Sängerkreisvorsitzenden
Hildegard Sehn.Foto: Margot Melsheimer

Starkenburger-Song-Project Lollypop |
Für die Kirchengemeinde und das
Presbyterium von Starkenburg gratulierte Pfarrer Joachim Lenz.
Letzte Gratulantin war die neue Kreisvorsitzende des Sängerkreises
Zell, Hildegard Sehn.
"Chorgesang ist eine schöne und sinnvolle Freizeitbeschäftigung,
denn durch die Freude am Singen werden nicht nur wertvolle
Musikstücke erhalten, sondern auch Gemeinschaft praktiziert",
sagte sie.
Für 40 Jahre Sangestreue und
Mitgliedschaft im Verein und 30 Jahre als engagierter Vorsitzender
des Gesangvereins Starkenburg zeichnete sie Heinz Wagner mit
der goldenen Ehrennadel des Sängerbundes Rheinland-Pfalz
aus. Ebenso wurde Ludwig Hoffmann mit der goldenen Ehrennadel
ausgezeichnet.
02-06-2004
- (Quelle: Trierischer
Volksfreund)
Idylle genießen
ENKIRCH/STARKENBURG. Es klappert die Mühle am rauschenden
Bach: Einmal im Jahr, am Pfingstmontag, wird diese romantische
Vorstellung im Enkircher Ahringsbachtal Wirklichkeit.
Dann ziehen Enkircher und Starkenburger mit Kind und
Kegel zur Oberen Starkenburger Mühle und genießen
die Idylle. (von WINFRIED
SIMON)
Mit einem gekonnten Schwung wuchtet Hans-Peter Ochs
den Getreidesack auf den Holztrichter der Mühle.
Horst Wagner, der diesjährige Mühlenmeister,
schaut zu und achtet darauf, dass sich die Mühlsteine,
angetrieben vom Ahringsbach, gleichmäßig
drehen. Es ist wieder Mühlenfest an der Oberen
Starkenburger Mühle.
Die Mühle ist noch voll funktionsfähig. Dass
diese Tradition nicht ausstirbt, dafür sorgt die
Mühlengesellschaft, der Mitglieder aus Starkenburg
und Enkirch angehören.
Am Pfingstmontag wird für die Öffentlichkeit
gemahlen. Diesmal waren es acht Zentner Dinkel, Roggen
und Weizen, die in Säcken zum Bäcker gebracht
werden. Einen großen Teil davon wurde gleich als
leckeres Backesbrot verwendet, hergestellt im alten
Starkenburger Backes, wo ebenfalls viele fleißige
Hände anpackten. Das Mühlenfest am Pfingstmontag
lockt 500 bis 1000 Menschen ins idyllische Bachtal.
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Mühlenmeister Horst Wagner
(links) und Hans-Peter Ochs sorgen dafür, dass
immer genügend Korn im Trichter ist.Foto: Winfried
Simon
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Duftendes
Brot, Hausmacher Wurst, Würstchen, Steaks vom Grill,
Wein, Bier, Kaffee und Kuchen - dazu plätschert der Bach,
auf der großen Wiese tummeln sich Kinder, Väter
und Mütter.
Der Erlös des Festes geht an die Mühlengesellschaft,
die das Geld braucht, um die 1796 erbaute Mühle instand
zu halten. 19 Männer sind Mitglied der Gesellschaft,
acht von ihnen sind "aktive Müller". Jedes
Jahr übernimmt im Wechsel einer der Männer den Posten
des Mühlenmeisters. Einmal im Jahr, am 6. Januar, lädt
der Mühlenmeister die Gesellschafter zur Mühlenrechnung
ein, um über Aktivitäten und Finanzen zu sprechen.
Traditionell gibt es dabei immer Limburger Käse, und
jeder muss (mindestens) einen Krug, gefüllt mit einem
Liter des neuen Weinjahrgangs, mitbringen. Heute steht die
Obere Starkenburger Mühle unter Denkmalschutz, das Fest
ist ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. In Enkirch
und Starkenburg ist man stolz, dass die Tradition weitergeführt
wird.
Bilder vom Mühlenfest 2004
30-05-2004
von Petra Gehrke, Heimat &
Verkehrsverein Starkenburg
Gelungenes Frühschoppenkonzert in luftiger Höhe
auf historischem Grund.
Wo einst Gräfin Loretta residierte fand am Pfingstsonntag
das erste Frühschoppenkonzert bei herrlichem Sonnenschein
auf historischem Grund statt.
Die zahlreichen Besucher waren sichtlich beeindruckt als sie
den steilen Anstieg geschafft hatten und von einem atemberaubenden
Ausblick ins Moseltal über den Hunsrück bis hin
zur Eifel belohnt wurden. Die Vorankündigungen hatten
nicht zu viel versprochen als pünktlich um 11.00 Uhr
der Musikzug, "Starkenburg" aus Heppenheim zum Auftakt
aufspielte. Nach einer kurzen Begrüßung durch den
Ortsbürgermeister Heinz Wagner und der Vorsitzenden des
Heimat- und Verkehrsverein e.V. Starkenburg Petra Gehrke,
die die erste Veranstaltung in dieser Form gewagt hatten,
war bereits klar das diese etwas ungewöhnliche Art von
Veranstaltung wiederholt werden muss.
Alle Anwesenden genossen sichtlich den Auftritt der "Sponheimer
Musketiere" Stadtgarde der Stadt Traben-Trarbach mit
ihnen Marketenderinnen, wenn ihnen auch vom Salutschießen
die Ohren mächtig dröhnten, als der Stadtgardist
Schneiders das Kommando gab, die Vorderlader und Musete abzufeuern.
Bei einem guten Gläschen Starkenburger Wein genossen
alle Besucher das abwechslungsreiche Musikprogramm das der
Musikzug "Starkenburg aus Heppenheim darbot. Sichtlich
beeindruckt waren die Frühschoppenbesucher von den farbenprächtigen
und aufwendig gearbeiteten Kostümen des Musikzuges "Starkenburg".
Ohne Mühe hatte der Musikzug "Starkenburg"
die Anwesenden durch ihre abwechslungsreiche Weisen in ihren
Bann gezogen. Aber wen wundert`s denn schließlich begeisterten
sie bereits internationales Publikum auf ihren zwei Tourneen
die sie nach Kanada, New York und Philadelphia mit der Teilnahme
an den Steubenparaden, führten.
Der Kommentar der Veranstalter, der Einheimischen und ihrer
Besucher war einstimmig. "Das war eine sehr gute Idee
und ein gelungener Auftakt für hoffentlich noch viele
Veranstaltungen auf diese etwas andere Art und Weise!"
Bilder
vom Konzert auf dem Burgfelsen
13-05-2004
(Quelle Trierischer
Volksfreund)
Von New York an die Mosel
ENKIRCH/STARKENBURG. (red) Auf
einen besonderen musikalischen Leckerbissen dürfen sich
am Pfingstsonntag die Enkircher und Starkenburger freuen:
Der Musikzug Starkenburg aus Heppenheim gastiert an der Mosel.
Im Jahr 1956 als Musikabteilung der Freiwilligen Feuerwehr
der Stadt Heppenheim gegründet, konnte der Verein seitdem
bei vielen Musikwettbewerben auf nationaler und internationaler
Ebene mehr als 150 Auszeichnungen erringen. Zu diesem Erfolg
haben sicherlich auch die historische Landsknechtuniform und
das breit gefächerte Repertoire beigetragen. Auftritte
in ganz Deutschland sowie in vielen europäischen Nachbarländern
gehören mittlerweile zum jährlichen Vereinsprogramm.
Zwei Tourneen führten die Musiker nach USA und Kanada
- mit der Teilnahme an den Steubenparaden in New York und
Philadelphia, am Festival of States in St. Petersburg/Florida
sowie weitere Konzertauftritte in Toronto, Niagara, Buffalo
und Washington. Am Sonntag, 30. Mai, treffen die Musiker am
späten Vormittag in Starkenburg ein, etwa gegen 11 Uhr
beginnt auf der ehemaligen Starkenburg ein kleines Sonntagskonzert.
Für einen kleinen Umtrunk sorgt der örtliche Heimat-
und Verkehrsverein und die Gemeinde Starkenburg. Am Nachmittag
des Pfingstsonntags steht die Teilnahme am großen Jubiläums-Festumzug
der Karnevalsgesellschaft Enkirch auf dem Programm, die an
diesem Wochenende ihren 120. Geburtstag feiert. Nach dem Einmarsch
ins Festzelt wird der Musikzug die Gäste noch bis zum
offiziellen Beginn des festlichen Jubiläumsabends unterhalten.
06-04-2004
125 Jahre Dorfleben geprägt
STARKENBURG. (mm) Ein volles Haus hatte der Gesangverein Starkenburg
bei seinem Liederabend im Gemeindehaus. Der Gesangverein blickt
in diesem Jahr auf 125 Jahre seines Bestehens zurück.
Aus diesem Grund plant er weitere Konzerte: am 4. und 5. Juni
soll das l25-jährige Bestehen musikalisch gefeiert werden.
Wieder einmal begeisterten die Starkenburger (Leitung Elvira
Jung) gemeinsam mit dem MGV "l845 Frohsinn" Enkirch
(Leitung Bernhard Rörich) die zahlreichen Zuhörer.
Sie boten einen Querschnitt durch das gesangliche Schaffen
beider Chöre mit abwechslungsreichen Melodien aus verschiedenen
Bereichen.
Der Jubiläumschor hieß mit dem bekannten Volkslied
"Guten Abend, guten Abend, euch allen hier beisammen"
die Besucher willkommen. Vorsitzender Heinz Wagner bemerkte,
dass die Männer, die am 20. Januar l879 den Chor gründeten
und fortan das kulturelle Leben in der Gemeinde prägten,
sich sicherlich nicht hatten träumen lassen, dass der
Chor auch nach 125 Jahren noch einer der wichtigen Kulturträger
im Dorf sein würde.
Mit den Liedern "Singen, klingen,
Freude bringen" und "Dank für Gottes starke
Hand" setzte der Gesangverein Starkenburg das Programm
fort. Danach hieß es die Bühne frei für den
Männergesangverein "l845 Frohsinn" Enkirch.
Einfühlsam brachten die Sänger "Land der Mosel,
Land der Reben", die Liebeslieder "Maja Moja"
und "Irgendwo, irgendwann, fängt für uns ein
neues Leben an" zu Gehör.
Schlag auf Schlag ging es im Wechsel
mit Liedvorträgen der Chöre und Klaviervorträgen
der Dirigentin Elvira Jung und Swetlana Peifer aus Traben-Trarbach
weiter. Der Gesangverein Starkenburg beeindruckte mit Liedern
wie "Unsere Welt braucht den Frieden" und dem Liebeslied
"Still wie die Nacht und tief wie das Meer soll unsere
Liebe sein".
Mit den Liedern der Sehnsucht "Gitarren
singen leise durch die Nacht" und "Heimat deine
Sterne", dem Weinlied "Moselland-Weinland",
"Eleni", einem griechischen Volkslied, und "Sierra
madre" traf der Gastchor aus Enkirch den Geschmack des
Publikums. Viele Besucher sangen oder summten die Melodien
leise mit.
Elvira Jung und Swetlana Peifer
brachten temperamentvoll Walzer und Jazz-Etüden am Klavier
zu Gehör. Den Liederabend beendete der Gesangverein Starkenburg
mit dem Abschiedslied "Das war's für heute".
01-04-2004
Frühlingskonzert im Jubiläumsjahr
STARKENBURG. (mm) Am kommenden Samstag, 3. April, 20 Uhr,
findet im Gemeindehaus Starkenburg ein Frühlingskonzert
des Gesangvereins Starkenburg statt, das von dem MGV "1845
Frohsinn" Enkirch mitgestaltet wird. Hierzu sind Freunde
des Chorgesangs und die Einwohnerschaft eingeladen.
In diesem Jahr kann der Gesangverein auf 125 Jahre zurückblicken.
Er nimmt dies zum Anlass, mehrere Jubiläumskonzerte auszurichten.
Das Frühlingskonzert bildet den Auftakt, weitere Konzerte
am Freitag, 4., und Samstag, 5. Juni, sollen dem Jubiläum
einen würdigen Rahmen geben. Ein Blick in die Chronik
zeigt, dass der Chor auf ein bewegtes Vereinsleben zurückblicken
kann. Die Gründungen vieler Männer-Gesangvereine
im hiesigen Raum erfolgten in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts.
Die Frauen retten den Chor
Auch der Männergesangverein Starkenburg
wurde im Jahre 1879 gegründet und prägte fortan
das kulturelle Leben in der Gemeinde. Viele Männerchöre
aus dieser Gründungszeit sind heute kaum noch zu finden,
die noch bestehenden haben mit Nachwuchssorgen zu kämpfen.
Auch in Starkenburg stellten sich
Anfang der 70er Jahre diese Nachwuchssorgen ein. Die Rettung
des Chores erfolgte 1972 durch die Bildung eines gemischten
Chores unter dem Namen "Gesangverein 1879". Die
Frauen gaben dem Chor wieder neuen Aufschwung. Dadurch hatte
der Chor über weitere 30 Jahre Bestand, aber auch als
gemischter Chor stehen die Sängerinnen und Sänger
vor Nachwuchsproblemen. Es fehlen vor allem dringend einige
Männerstimmen. Die Chormitglieder appellieren an alle
Musikfreunde, auch die Neubürger, den Erhalt des Chores
zu unterstützen und als Sänger oder Sängerin
in den Chor einzutreten, damit der wichtigste Kulturträger
in der Gemeinde erhalten bleibt.
01-Mai-2004
(Quelle Trierischer Volksfreund)
Gute Luft und weite Aussicht
STARKENBURG. Geschäfte haben die 240 Starkenburger keine
mehr. Dafür aber haben sie ein Panorama, das an der Mosel
seinesgleichen sucht. (von URSULA
SCHMIEDER)
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Ein Ausblick,
wie ihn sonst wohl kaum eine Gemeinde an der Mosel haben
dürfte: Familie Krieger-Branicki, die Eltern Silke
und Thorsten mit Deliah (links) und Maya, fühlt sich
daher in Starkenburg sehr wohl.
"Wir haben hier das Richtige gefunden. Es ist alles
viel heller als im Tal und die Luft ist besser, nicht
so gedrückt. Auch die Nachbarschaft ist Ordnung.
Man sitzt draußen und trinkt ein Bierchen oder ein
Glas Wein, im Sommer trifft an sich auf der Straße.
Hier läuft die Zeit noch ein bisschen langsamer.
Es ist einen Tick gesünder, natürlicher, stressfreier
und idyllischer." Foto:
Ursula Schmieder |
Von seiner
Lage her dürfte Starkenburg einmalig sein. Von hoch oben
schauen die 240 Bürger auf die Mosel. Ähnlich wie
die Sponheimerin Loretta in der Zeit ihres Konfliktes mit
Kurfürst Balduin. Spuren der mutigen Frau finden sich
bis heute in den Mauerresten ihrer Burg, die auf dem "Zwengel",
wie die Starkenburger den Burgfelsen nennen, stand.
Ebenso scheint der Stolz Lorettas in den Menschen weiter zu
leben, die sich der Schönheit ihres Dorfes mit den herrlichen
Ausblicken bewusst sind. Dazu die gute Luft - ein Grund mehr
dafür, dass Familie Krieger-Branicki sich in ihrer Wahlheimat
sehr wohl fühlt.
Thorsten Krieger hatte als gebürtiger
Enkircher jedenfalls kein Problem, auf die Höhe zu ziehen.
Obwohl es dort keinen Einzelhandel gibt. "Wenn man sparen
muss, geht man sowieso nicht in kleine Geschäfte",
stellt er fest. Viel würden er und seine Frau in Wittlich
oder Traben-Trarbach besorgen, wo sie arbeiten. Ehefrau Silke,
eine Nürnbergerin, weiß es zu schätzen, Milch,
Eier und Kartoffeln beim Bauern kaufen zu können. Außerdem
laufe im Ort viel mit Nachbarschaftshilfe, auch wenn mal was
mit den Kindern Deliah (neun Jahre alt), und Maya (fünf)
sei.
Daneben gibt es genügend Gelegenheit,
sich zu treffen. Beispielsweise beim Pfingst-Fest der Mühlengesellschaft,
die als Anteilseigner das Überleben einer 1796 erbauten
Wassermühle gesichert hat. "Die mahlen noch richtig
Getreide", betont Ortsbürgermeister Heinz Wagner,
das Engagement der Gesellschaft, das Hunderte von Menschen
nach Starkenburg lockt. Daneben gibt es die Feste von Feuerwehr,
Heimat- und Verkehrsverein und Gesangverein sowie das jährliche
Backhausfest und Aufführungen einer Theatergruppe. Auch
Landfrauen und Evangelische Frauenhilfe sind sehr aktiv, und
die 1993 begründete Partnerschaft mit "Starkenberg"
in Thüringen hat gute Kontakte gebracht. Eine Art Dorffest
initiiert alljährlich die Dreikönigstag-Jugend,
die an diesem Tag im Gemeindehaus mit Sternsingern der Nachbargemeinden
feiert. Die Enkircher kommen dafür sogar zu Fuß.
Den Rest des Jahres über kann sich der Nachwuchs im eigenen
Jugendraum im Keller des Gemeindehauses treffen, während
die Jüngeren Spielplatz, Bolzplatz und den alten Schulhof
haben, wo sie, wie Deliah erzählt, Inlineskaten oder
Fahrrad fahren.
Reichlich Möglichkeiten für Alt und Jung
Treffpunkte der Erwachsenen sind neben dem Plausch auf der
Straße das Speiselokal und die Wandererstube. Oder sie
genießen die schöne Aussicht, wenn sie an die Mosel
oder über die Felder auf der Höhe spazieren.
An Betrieben sind im Ort Schreinerei und Dachdecker sowie
zwei landwirtschaftliche Betriebe ansässig, einer davon
mit Schweinemast. Ansonsten lebt die Gemeinde vom Tourismus
und ein bisschen Weinbau. Wer einkaufen will oder zum Arzt
muss, fährt ins fünf Kilometer entfernte Traben-Trarbach
oder ebenso wie Kindergartenkinder und Schüler die vier
Kilometer bis Enkirch. Selbst in alle Welt ist der Weg nicht
weit. Bis zum Flughafen Hahn sind es nur 15 Kilometer.
"In Starkenburg ist das Dorfleben
noch in Ordnung", ist Ortsbürgermeister Wagner daher
überzeugt und verweist stolz auf die Tatsache, dass 40
Prozent der Starkenburger unter 40 sind. Bauwilligen stünde
Privatland von 35 bis 40 Euro zur Verfügung. Problematisch
könnte es allerdings mit Beginn des Rentenalters werden,
da ohne Auto die Flexibilität eingeschränkt sei.
Dennoch scheinen sich auch die älteren im Ort wohl zu
fühlen. Die älteste Bürgerin wurde gestern
98 Jahre.
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Ernst Havenstein – Bild für Starkenburg
(03/2004)
Spätestens seit Erscheinen des Buches „Mein
Mosel-Arkadien“ ist der ehemalige Traben-Trarbacher
Kunstlehrer am Gymnasium Ernst Havenstein vielen Menschen
in der Region auch als Maler und Zeichner bekannt.
Ernst Havenstein wurde 1911 in Köln geboren und verstarb
1997 in Traben-Trarbach.
Er hinterließ ein großes künstlerisches
Werk aus Fotografien, Gemälden und Zeichnungen. Gerade
in den Zeichnungen wird seine Liebe zur Mosellandschaft
und den Moseldörfern besonders ausgedrückt. |
In der 1998 stattgefundenen Gemäldeausstellung
des HVV Starkenburg mit Bildern verschiedener Künstler
konnte leider kein Bild Ernst Havensteins gezeigt werden.
Starkenburg bot Havenstein aber eine stattliche Anzahl von
Motiven. So zeichnete er schon 1940, noch vor seinem Militärdienst,
den Ortseingang aus Richtung Enkirch gesehen.
Das detailgetreue Bild strahlt sehr viel Atmosphäre aus
und zeigt dem Betrachter eine Welt voller Harmonie.
Vielen Starkenburgern ist das Motiv bereits sehr vertraut,
existiert doch seit Jahrzehnten eine Fotografie davon, die
auf vielen Diaabenden im Gemeindehaus gezeigt und bewundert
wurde.
Es entstand die Idee, gerade diese
colorierte Zeichnung aus dem Privatbesitz der Familie Havenstein-Klein
für die Gemeinde zu erwerben.
Vor einigen Tagen wurde das Bild dem Ortsbeigeordneter Jürgen
Spier überreicht. In einem Brief erwähnt Frau Juliane
Havenstein-Klein nochmals die Verbundenheit ihres Vaters mit
Starkenburg und dem Ahringsbachtal.
Jürgen Spier bedankte sich in einem persönlichen
Schreiben bei Frau Havenstein-Klein und versprach, dass das
Bild im Gemeindehaus Starkenburg einen Ehrenplatz erhalten
wird.
In Kürze wird die Zeichnung in einem passenden Bilderrahmen
zu bewundern sein.
Für seine Bemühungen und die Herstellung der Kontakte
mit Familie Havenstein bedankte sich Spier insbesondere bei
dem Irmenacher Chronisten Hans Schneiß.
..... weitere Bilder
von Ernst Havenstein
(...Hier)
22-Januar-2004(Quelle
Trierischer Volksfreund)
Verstärkung gesucht
STARKENBURG. (mm) Der Gesangverein Starkenburg hielt in seiner
Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus Rückschau auf
Aktivitäten im Jahr 2003 und Vorschau auf Veranstaltungen
im Jahr 2004.
Vorsitzender Heinz Wagner gedachte dem im Dezember plötzlich
verstorbenen Vorsitzenden des Sängerkreises Zell, Josef
Stieger, und würdigte seine Verdienste für den Sängerkreis
und die Chöre. Er habe trotz großer beruflicher
Verpflichtungen viel Zeit investiert. "Wir haben einen
vorbildlichen Idealisten verloren, der eine große Lücke
hinterlässt", erklärte Wagner.
Im Jahresbericht bestätigte Schriftführer Manfred
Franz dem Gesangverein im 124. Jahr seines Bestehens ein aktives
Vereinsjahr 2003.
38 Proben und zehn öffentliche Auftritte
Der Chor absolvierte 38 Chorproben und präsentierte sich
bei zehn öffentlichen Auftritten, unter anderem in Starkenburg
am Königstag und am Ehrenmal zum Volkstrauertag. Besondere
Höhepunkte waren der Familienabend und ein Treffen im
Juni aus Anlass der zehnjährigen Partnerschaft mit der
Gemeinde Starkenberg in Thüringen. 60 Personen waren
aus Thüringen zur Partnerschaftsfeier angereist. Die
Vereinsmitglieder organisierten auch wieder eine dreitägige
Fahrt. Ziel war Nesselwang im Allgäu.
Der Gesangverein zählt zurzeit 80 Mitglieder, davon singen
26 im Chor.
Dirigentin Elvira Jung, die den Gesangverein seit sechs Jahren
leitet berichtete, man habe sich nach Anfangsschwierigkeiten
zusammengerauft und es laufe jetzt gut. Auch Vorsitzender
Heinz Wagner bestätigte, dass die Gesangstunden Spaß
machten. Leider fehle im Chor eine Verstärkung durch
Männerstimmen. Hier wäre unbedingt Nachwuchs notwendig,
denn Auftritte seien bereits gefährdet, wenn zwei Sänger
fehlten.
Dass der Gesangverein beliebt ist, und das Singen im Chor
den Aktiven Freude macht, zeige sich auch daran, dass Sängerinnen
und Sänger aus Enkirch, Irmenach und Traben-Trarbach
seit Jahren dem Chor angehörten.
Nach Kassenbericht durch Kassenwartin Doris Beck, Bericht
der Kassenprüfer und Entlastungserteilung wurden bei
den turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand Karin Wagner
als stellvertretende Schriftführerin, Doris Beck als
Kassiererin und Manfred Franz als Schriftführer wiedergewählt.
Kassenprüfer für 2004 sind Silvia Franz und Horst-Günter
Franz, Stellvertreter ist Peter Carlin.
Dem Vorschlag des Vorsitzenden Heinz Wagner, Egon Ludwig für
seine 50-jährige Zugehörigkeit zum Chor zum Ehrenmitglied
zu ernennten, stimmte die Versammlung einstimmig zu. Wagner
dankte dem treuen Sänger für seine langjährige
Zugehörigkeit zum Gesangverein Starkenburg.
Für 2003 stehen folgende Termine fest: 3. April: Familienabend;
26. bis 28. März: Vereinsfahrt nach Suhl in Thüringen;
4. und 5. Juni Feierlichkeiten aus Anlass des 125-jährigen
Bestehens des Gesangvereins.
13-Januar-2004 (Quelle Trierischer
Volksfreund)
Mehl mahlen, rechnen und Brot backen
STARKENBURG. (mm) In Starkenburg wird Tradition noch
groß geschrieben: Seit 207 Jahren gibt es die "Obere
Starkenburger Mühle", die sogar noch funktionsfähig
ist. Der Posten des Mühlenmeisters wird jedes Jahr neu
besetzt: Mühlenmeister 2004 ist Horst Wagner.
In
der "Oberen Starkenburger Mühle" im malerischen
Ahringstal wird noch heute sechs bis acht Mal im Jahr
Mehl gemahlen.
Die Getreidemühle besteht seit 207 Jahren, und seit
dieser Zeit gibt es auch die Starkenburger Mühlengesellschaft.
Sie zählt zurzeit 19 Gesellschafter, davon bemühen
sich zehn aktiv um den Erhalt der Mühle. Sie halten
weiterhin an den alten Traditionen fest.
Jedes Jahr treffen sie sich am Königstag (6. Januar)
beim amtierenden Mühlenmeister zur "Mühlenrechnung".
In diesem Jahr fand das Treffen bei Mühlenmeister
Oswald Weisgerber statt. Nach der Tradition legte Weisgerber
den Jahresbericht und auch die Rechnung vor. |

Die aktiven
Mühlengenossen mit dem amtierenden Mühlenmeister
Oswald Weisgerber, der das Mühlenbuch präsentiert,
und seinem
Nachfolger Horst Wagner (rechts neben Weisgerber)
Foto: Margot Melsheimer
|
Erster Eintrag: 12. September 1796
Zu seinen Pflichten als Mühlenmeister gehörte es aber
auch, zur "Mühlenrechnung" die Mitglieder mit
selbst gebackenem Brot, Limburger Käse, Walnüssen
und Wein des vergangenen Jahrgangs zu verköstigen - ebenso
wie ein warmes Abendessen mit Braten und spät in der Nacht
noch eine Portion Gehacktem bereitzustellen.
Zu diesem Anlass wird auch der Mühlenmeister für das
kommende Jahr bestimmt. An der Reihe für 2004 war Horst
Wagner.
Oswald Weisgerber überreichte seinem Nachfolger alle Unterlagen
- darunter auch das Mühlenbuch, ein wichtiges Kleinod der
Gesellschaft, das er während seiner Amtszeit führte.
| Im
Mühlenbuch sind seit l796 fein säuberlich
die Abrechnungen, Einteilungen der Mahltage, Eintragungen
der Lehnsleute, Reparaturen und Renovierungen sowie
Garantie-Erklärungen der Mühlenbauer verzeichnet.
Die Eintragungen beginnen am 12. September l796 mit
der Baugenehmigung sowie der Gestaltung des Wasserrechts.
Der neue Mühlenmeister Horst Wagner dankte seinem
Vorgänger im Namen der Gesellschafter für
die im vergangenen Jahr als Mühlenmeister geleistete
Arbeit sowie für die Beköstigung und versprach,
sich wie seine Vorgänger für die Belange der
Mühlengesellschaft und den Erhalt der Mühle
einzusetzen. |

Horst
Wagner |
... zur Oberen
Starkenburger Mühlengesellschaft

07-Januar-2004 (Quelle
Trierischer Volksfreund)
Jugend hält Tradition wach - Von WINFRIED SIMON
STARKENBURG. Während in den
meisten Orten sich die Menschen etwas vom "Feier- und
Veranstaltungsstress" ausruhen, steigt in Starkenburg
am Wochenende ein großes Fest. Die kleine Gemeinde feiert
ihren Königstag.
Anfang Januar (10./11.), wenn es draußen ungemütlich
ist und sich die Feierlaune nach dem Jahreswechsel in Grenzen
hält, macht die Starkenburger Jugend so richtig was los
im Dorf. Sie lädt zum traditionellen Königstag ins
Gemeindehaus ein. Es ist ein Fest für Jung und Alt für
Einheimische und Gäste.
Der Verein "Königstag Jugend Starkenburg" trifft
in diesen Tagen die letzten Vorbereitungen für die zwei
Tage andauernde Veranstaltung. Tanja Krämer, seit November
die neue Vorsitzende des Vereins, und ihre Vorstandskollegen
sorgen für Getränke und Bewirtung, für Musik,
Unterhaltung und vieles mehr.
Dass sich die Dorfjugend für dieses Fest engagiert,
hat in Starkenburg eine lange Tradition. Wann erstmals der
Königstag gefeiert wurde, weiß so richtig niemand.
Horst Wagner (63) war schon vor Jahrzehnten mit dabei, als
das Fest noch im Gasthaus stattfand. "Früher ist
die Dorfjugend in der Silvesternacht von Haus zu Haus gezogen,
hat Lieder gesungen und gute Wünsche überbracht",
erzählt er. Den einen oder anderen Spruch kennt er noch:
"Prost Neujahr, ich wünsche Euch ein glückseliges
neues Jahr, Frieden, Gesundheit und ein langes Leben. Das
möge Euch der liebe Gott aus Gnade geben." Am 6.
Januar haben die Burschen und Mädchen dann erneut an
die Haustüren geklopft und um eine Spende gebeten. Das
Geld wurde dann für das Königsfest verwendet und
man hat damit die Musik bezahlt.
Das Fest an diesem Wochenende im Starkenburger Gemeindehaus
beginnt am Samstag um 20 Uhr. Dieser Tag ist eher etwas für
die Jugend, denn bis 23 Uhr legt ein DJ fetzige Musik auf,
und ab 23.30 Uhr spielt die Band "Straight Ahead"
Live-Rock.
Etwas gemütlicher geht es beim Frühschoppen am Sonntagmorgen
ab 10.30 Uhr zu. Die Starkenburger werden unterhalten von
ihrem Gesangverein, vom Musikverein Irmenach-Beuren und von
der Traben-Trarbacher Kindertanzgruppe "Moselblümchen".
Der Verein "Königstag
Jugend Starkenburg", der neben dieser großen Veranstaltung
außerdem jedes Jahr an Christi Himmelfahrt ein Grillfest
für die Starkenburger organisiert, sorgt für die
Bewirtung. Am Sonntag darf in Starkenburg die Küche kalt
bleiben, denn leckerer Spießbraten und deftiger Fleischkäse
- und dazu Wein oder Bier stehen im Gemeindehaus auf der Speisekarte.
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