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Strukturdaten
Handel und Gewerbe
Weinbau - Landwirtschaft
Vereine - Gruppen
Umgebung
Historie
Ein Dorf im Wandel
Ortsplan
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Vereinsgeschichte:
Es war am 18. Januar 1879, als sich einige sangesfreudige Männer
und Jünglinge unseres Dörfchens zusammenfanden, um nach getaner
Arbeit das deutsche Lied zu pflegen und gründeten unter der tatkräftigen
Führung des Lehrers Wilhelm Koch den Männergesangverein Starkenburg.
Als seine Hauptaufgabe betrachtete der Verein die
Pflege des deutschen Volksliedes. Daneben trat er auch regelmäßig
bei kirchlichen Feiern mit der Darbietung entsprechender Gesangvorträge
auf. Nebenbei feierte der Verein jedes Jahr im Januar oder Februar seinen
jährlichen Stiftungstag in Form von Konzert und Ball.
Am 1. und 2. Mai 1881 feierte der Verein unter Beteiligung einiger Nachbarbrudervereine
sein erstes Sängerfest. Da der Dirigent Koch in derselben Zeit von
Starkenburg versetzt wurde, so war auch gleichzeitig dieses Fest seine
Abschiedsfeier. Danach übernahm Herr Lehrer Schuch und später
Herr Lehrer Groh die Dirigentenstelle.
1903 zählte der Verein 26 aktive Starkenburger Sänger. Im folgenden
Jahr wurde am 12. und 13. Juni das 25-jährige Bestehen gefeiert.
Die Musik stellte die ehem. Rgts.-Musik der 69er aus Trier. Bis zum Beginn
des 1. Weltkrieges nahm der Verein an einigen volkstümlichen Sängerfesten
und Preissingen teil. Durch den unglücklichen Krieg musste die Tätigkeit
des Vereins eingestellt werden, da einer nach dem anderen zur Fahne einberufen
wurde. Aber nicht allen war es vergönnt, ihre schöne Heimat
wiederzusehen, denn 6 aktive Mitglieder kehrten nicht mehr zu ihren Sangesbrüdern
zurück.
Da nun der Verein infolge des Krieges zusammengeschmolzen
war, fanden sich wieder mehrere Jünglinge zusammen, und am 9. Nov.
1920 begann der Verein seine Tätigkeit wieder von neuem aufzunehmen
und mit Lust und Liebe ging es ans Werk.
1924 legte nun Herr Heinrich Bauer aus Trarbach sein Amt als Dirigent
nieder und der Verein ernannte ihn für seine 25-jährige Tätigkeit
zum Ehrendirigenten. An seine Stelle trat Herr Lehrer Schauß.
Die Goldene Jubel-Feier zum 50-jährigen Bestehen
des Vereins, bisheriger Höhepunkt im Vereinsleben, wurde am 15.,
16. und 17 Juni 1929 mit einem volkstümlichen Sängerfest gefeiert.
Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 29 aktive, 47 inaktive und
6 Ehrenmitglieder.
1939 erfuhr das gesellige Leben im Verein eine erneute, jähe Unterbrechung
durch den 2. Weltkrieg. Zwei Sangesbrüder, Emil Wagner und Gustav
Scheerer, ruhen weit weg von ihrer Heimat.
Nach Kriegsende konnte der Verein nicht gleich wieder
tätig werden, da er hierzu der Genehmigung der Militärregierung
bedurfte, die am 5.8.1949 erteilt wurde. 1945 verstarb der langjährige
Dirigent Lehrer Schauß und Herr Edmund Johann aus Irmenach übernahm
die Leitung.
1954 waren es 75 Jahre her, dass der Verein bestand.
In den ersten Julitagen wurde das Fest begangen, 10 Vereine wirkten dabei
mit. Das Maisingen wurde Brauch und fand herzliche Aufnahme bei den Dorfbewohnern.
Seit 1961 war Herr Schell neuer Chorleiter, der 1967 verstarb. Nachdem
Herr Lehrer Schug aus Enkirch kurze Zeit Chorleiter war, folgte ihm 1966
Herr Realschullehrer Hellbeck aus Traben-Trarbach.
Bei einer Versammlung 1965 wurde ein Saalbau angeregt und hierfür
eine Kommission gebildet. Der Verein beschloss, an die Zivilgemeinde Starkenburg
für den Saalbau 6750,- DM zu zahlen und Kies im Wert von 250,- DM
zu liefern. 1967 wurde mit dem Saalbau begonnen.
Am 13. Dezember 1968 konnte das erste Singen in diesem Gebäude abgehalten
werden. Am Ende des Jahres hatte der Verein 30 aktive, 39 inaktive und
4 Ehrenmitglieder.
1971 gab der Lehrer Hellbeck vorübergehend seine Dirigentenstelle
auf. Neuer Chorleiter wurde der zwischenzeitlich in Starkenburg wohnhafte
Lehrer Horst Faust.
Im Jahre 1972, als der fast seit 100 Jahren bestehende
Männergesangverein aufgrund des geringen Zugangs von neuen Sängern
um sein Weiterbestehen bangen musste, wurde in der Jahreshauptversammlung
beschlossen, als gemischter Chor weiter zu singen. Mit
15 spontan in den Verein eingetretenen Sägerinnen erreichte der Chor
wieder eine beachtliche Stärke von über 30 Aktiven, und nannte
sich fortan "Gesangverein 1879 Starkenburg".
1979 übernahm erneut Herr Hellbeck die Chorleitung. Nach 23 Jahren
überzeugender Dirigententätigkeit musste er im Januar 1997 sein
Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen und wurde zum Ehrendirigenten
ernannt.
Auch sein Nachfolger Christian Justen aus Irmenach, der den Chor mit großem
Engagement ein Jahr leitete, musste aus beruflichen Gründen den Dirigentenstab
in andere Hände geben.
1998 übernahm die Dirigentin Elvira Jung aus Traben-Trarbach den
Chor.
In Zeitabständen von 5 Jahren feierte der Gesangverein bisher seine
Jubiläumsfeste, zuletzt am 13. bis 16. Mai 1999 seinen 120. Geburtstag.
Dann steht die ganze Dorfgemeinschaft geschlossen hinter ihrem Gesangverein.
Neben dem Liederabend des Chores, alljährlicher Höhepunkt im
Vereinsleben, wirkt der Chor bei Vereinsjubiläen und Gesangsfesten,
bei Freundschaftssingen, beim Dreikönigstagstreffen der Jugend, beim
Heimatabend des Heimat- und Verkehrsvereins und bei kirchlichen Feierlichkeiten
mit.
In einer Dorfgemeinschaft von 250 Einwohnern erfüllt der Gesangverein
seit nunmehr über 120 Jahren seine Aufgabe als Träger des kulturellen
Lebens. Dies erfüllt seine Mitglieder mit Stolz und es mag auch zugleich
ihre Verpflichtung sein, dieses hohe Kulturgut in unserer schnelllebigen
Zeit zu pflegen und zu bewahren.
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