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Strukturdaten
Handel und Gewerbe
Weinbau - Landwirtschaft
Vereine - Gruppen
Umgebung
Historie
Ein Dorf im Wandel
Ortsplan
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Manchmal klappert's
im Ahringsbachtal
Teilrenovierte über 200 Jahre alte Gesellschaftsmühle, oberschlächtige
Wassermühle, voll funktionsfähig.
Die Mühle liegt im Wald und kann zu Fuß über einen
schönen Wanderweg (ca. 3,5 km ab Starkenburg, 5 km ab Enkirch,
ausgeschildert) erreicht werden.
Besichtigungen nach Absprache. |
Starkenburger Mühlengesellschaft betreibt
noch eine Mühle Traditionspflege
Das Ritual ist genau festgelegt. Jedes Jahr am 6.
Januar treffen sich die Mitglieder der Starkenburger Mühlengesellschaft
bei ihrem amtierenden Mühlenmeister. Dabei werden die Finanzangelegenheiten
abgehandelt und die Vorhaben des angelaufenen Jahres besprochen. Dazu
werden Walnüsse der vorigen Ernte gereicht und Wein des vorangegangenen
Jahres getrunken, von dem jedes Mitglied eine Flasche mitzubringen hat.
Im Anschluss an diese Zeremonie werden Gaumen und Nase mit Limburger Käse
gekitzelt. Zum Abendessen steht der traditionelle Braten auf dem Tisch.
Spät in der Nacht folgt dann noch ein Gehacktes - Essen. Gewürzt
wird diese Zeremonie mit Anekdoten aus früherer Zeit.
Man muss schon einen guten Magen haben, um diesen Dreikönigstag unbeschadet
zu überstehen. Doch die traditionelle Regel fordert ihren Tribut
und wird von den Mitgliedern der Mühlengesellschaft gerne eingehalten.
Hintergrund dieses Tages ist die Mühlenrechnung, die am 6. Januar
abgehalten wurde, weil dann Knechte und Mägde ihre Stellung wechselten
und bei anderen Dienstherren in Lohn und Brot kamen.
Diese Sitte entstand mit dem Bau der Mühlen. Die Obere Starkenburger
Mühle im Ahringsbachtal blickt bereits auf über 200 Jahre zurück.
Während in den eher katholischen Moselgebieten die Mühlen als
Lehen vom Erzbischof vergeben wurden, gab es in den evangelischen Exklaven
wie Enkirch und Starkenburg Mühlengesellschaften, die die Mühlen
in eigener Regie betrieben. Die Obere - und die Untere Starkenburger Mühle
wurden von Starkenburger Landwirten bewirtschaftet.
Die Gesellschaften bestanden aus 20 bis 24 Mitgliedern. Mehr Mitglieder
konnten nicht aufgenommen werden, da der Monat nur 30 beziehungsweise
31 Tage hat, jeder nur einen Tag im Monat mahlen durfte und sonntags ein
Ruhetag eingelegt wurde. Die Mühlen waren eine elementare Notwendigkeit
für Mensch und Vieh. In Tag- und Nachtschichten deckten die Bauern
ihren monatlichen Bedarf an Schrot und Mehl.
In den fünfziger Jahren wurde die Arbeit in den beiden Mühlen
eingestellt, weil sie sich nicht mehr lohnte. Die Untere Mühle wurde
von den Betreibern verkauft und dient heute als Wochenendhaus.
Für die Obere Mühle gilt aber auch heute noch, zumindest ab
und an, der Spruch ,,Es klappert die Mühle am rauschenden
Bach".
Die Brüder Scheuer setzten sich für den Erhalt der Mühle
ein, und sorgten auch dafür, dass, nachdem der Wasserfluss durch
den Wegebau unterbunden war, der alte Zustand wiederhergestellt wurde.
Heute gehören der Mühlengesellschaft 19 Mitglieder an. Aktiv
von ihnen sind sieben bis zehn. Die Mühlenrechte wurden früher
an den ältesten Sohn weitervererbt, heute gehen sie an den, der das
Elternhaus übernimmt. Gemahlen wird heute nur noch für den Eigenbedarf.
Ansonsten sind die Mitglieder hauptsächlich mit der Instandhaltung
beschäftigt. So wurden in den vergangenen Jahren die Stauhaltung
erneuert, der Mühlenteich ausgeschaufelt, ein neuer Mühlstein
eingebaut und das Dach erneuert. Traditionell lädt der jeweils amtierende
Mühlenmeister zu diesen Arbeitseinsätzen ein und besitzt auch
die Schlüsselgewalt.

Die Lage der Mühle trägt sicher mit dazu bei, dass die Mitglieder
gerne ab und zu ihre Samstage oder Sonntage im Ahringsbachtal verbringen,
wo außer Vögelgezwitscher und dem Rauschen des Baches keine
Geräusche die Idylle stören. Ein Paradies auch für den
Nachwuchs. Hier können sie den Bach stauen und andere Sachen tun.
Die Nachwuchsförderung in der Mühlengesellschaft hat längst
begonnen. Schließlich soll ja auch in Zukunft immer am 6. Januar
jeden Jahres der Geruch des Limburger Käses durch das Haus des amtierenden
Mühlenmeisters ziehen.
- Auszug Trierischer Volksfreund,
Nr. 184, 1992, Clemens Beckmann -
Weitere Geschichte(n) von der Oberen Starkenburger Mühle
und aus dem Ahringsbachtal
...... (Hier)
Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde
und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.
http://www.muehlen-dgm-ev.de
in der Kulturdatenbank der Region Trier
http://bwpc08.fh-trier.de:8080/kuDb/servlet/ortObj?aktSchluessel=7746
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