|
Die Starkenburg
Ortsgeschichte
Die Sponheimer
Bräuche & Geflogenheiten
Von Wasenmeistern und
Scharfrichtern
Loretta`s Zeiten
Ballade
Die treuen Bauern
Kampstein
Geschichten aus der
Gegend
Starkenburger Kapelle
Ahringsbachtal
|
|
|
Die
Kampsteine auf der Starkenburger Höhe
von
Helmut
Wendhut +
Oberhalb von Traben-Trarbach
auf der Starkenburger Höhe, befinden sich am Rande eines Ackers
zwei mächtige alte Steine, ein schwarzer liegender Schieferstein
in Spindelform und ein weißer stehender Quarzstein.
Sie bewachen seit Menschengedenken eine keltische Grabstätte.
Man nennt sie "Kampsteine".
Bereits in den frühen romantischen Moselbeschreibungen nahm
die Starkenburger Höhe wegen dieser Steine als Schauplatz eines
dramatischen Geschehens Raum ein.
Der "große Schwarze" soll einst von dem "strahlend
Weißen" in einem Schwertkampf besiegt worden sein, darum
seine liegende Stellung.
Vor einigen Jahren konnte ich einen Naturfreund dazu bewegen, einmal
die der Straßenseite abgekehrte, völlig zugewachsene
Seite des liegenden schwarzen Kampsteines mit einer starken Motorsäge
von Gestrüpp und Laubgewächsen zu befreien und zu säubern.
Groß war meine Freude, als ich die bisher im feuchten Schatten
wuchernden Flechten abziehen konnte.
Nach der Bearbeitung mit einer Drahtbürste kam ein ca. 40 bis
60 cm langer und bis 20 cm breiter goldgelber Einschuss zum Vorschein.
Nach 1918 wurde wahrscheinlich mit Schwarzpulver ein Sprengversuch
unternommen, um aus den Schieferstücken einen Hühnerstall
zu bauen.
|

 |
Die Maße des
Steines betragen in der Höhe 3,80 m (liegend), in der Breite
1,00 m und im Durchmesser 0,80 m. Die nach Süden gerichtete Spitze
ist gebrochen, das verdickte Ende (wahrscheinlich die ehemalige Standfläche)
zeigt nach Norden.
Einst dürfte dieser Kampstein der im Nordosten aufgehenden Sonne
als Morgengruß gedient haben.
Als nach der Flurbereinigung um 1970 zum ersten Mal die Wiese zwischen
Straße und dem liegenden Stein umgepflügt wurde, kam um
die Hügelmitte im Abstand zwischen 20 bis 30 Meter eine kreisförmige
braune Bodenverfärbung, vermutliche eine einstige Palisadenabgrenzung,
zum Vorschein. Im Hochsommer bei fast untergegangener Sonne ist der
Hügel in der Ansicht von Nord-Ost nach West-Nord für ein
geübtes Auge noch gut zu erkennen.
Eines Tages brachte ein Urlauber mit einem Fußtritt aus einem
dicken Erdklumpen, der aus den Hinterrädern eines landwirtschaftlichen
Großfahrzeuges gefallen war, einen verzierten Kinderbronzearmreif
ans Licht. Eine Begutachtung durch das Rheinische Landesmuseum Trier
erbrachte das Ergebnis, dass dieser um 400 bis 600 vor Christus gefertigt
worden war. Er stammt vermutlich aus der Grabstätte bei den zwei
keltischen Kampsteinen.
Quelle: Jahrbuch Kreis Bernkastel-Wittlich
2000 |
Lage /
Erreibar::
Landstraße 192 von Starkenburg Richtung Irmenach, Km 6,3, ca.
80 Meter rechts neben der Straße (höchster Punkt auf dem
Starkenburger Flur) in einer Baum- und Gebüschgruppe |
|